4. Mose
Kapitel 17, Vers 6–15
Das Volk hat nichts begriffen
6Am nächsten Tag machten die Israeliten Mose und Aaron schwere Vorwürfe und riefen: »Ihr habt Menschen umgebracht, die der HERR erwählt hat!« 7Das ganze Volk stellte sich gegen sie. Da drehten sich die beiden zum heiligen Zelt um. Im selben Augenblick wurde es von der Wolke Gottes bedeckt, und der HERR erschien in seiner Herrlichkeit. 8Mose und Aaron traten vor den Eingang, 9und der HERR sprach zu Mose: 10»Geht weg von diesen Leuten! Ich werde sie auf einen Schlag vernichten!« Da warfen sich die beiden zu Boden. 11Dann sagte Mose zu Aaron: »Nimm eine Räucherpfanne, fülle sie mit Glut vom Altar und streu Weihrauch darüber! Bring es zu den Leuten, um ihre Schuld zu sühnen! Beeil dich, denn der HERR ist zornig; er hat schon begonnen, die Menschen zu töten.« 12Aaron tat, was Mose gesagt hatte, und lief mit der Räucherpfanne mitten in die versammelte Menge. Viele Menschen waren bereits gestorben. Aaron verbrannte den Weihrauch und versöhnte durch dieses Opfer das Volk mit Gott. 13So konnte er das Verderben aufhalten. Der Ort, an dem Aaron stand, war die Grenze zwischen den Toten und den Lebenden. 1414.700 Menschen waren umgekommen, die Leute Korachs nicht mitgerechnet. 15Als das Sterben aufgehört hatte, kehrte Aaron zurück zu Mose an den Eingang des heiligen Zeltes.
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Die Situation eskalierte immer mehr. Das Volk rebellierte erneut. Gottes Zorn entflammte stärker. Mose und Aaron versuchten, Schadensbegrenzung zu betreiben (vgl. V. 6-11). Vielleicht fällt es dir wie mir schwer, nachzuvollziehen, weshalb Mose und Aaron den Herrn besänftigen mussten. Hätte es nicht eigentlich andersherum sein müssen?
Ich glaube, ein Grund dafür, dass wir uns mit solchen Bibelstellen schwertun, liegt darin, dass Gottes Zorn für uns in weite Ferne gerückt ist. Wann hast du das letzte Mal eine Predigt über Gottes Zorn gehört? Und auch wenn die Situation durch das Evangelium und Jesu Opfertod am Kreuz eine andere ist (Gott sei Dank), ist es scheinbar doch wichtig, über Gottes Zorn nachzudenken.
Gott schaut über Ungerechtigkeit und Sünde nicht hinweg. Er ist das Gegenteil von Gleichgültigkeit. In unserem heutigen Abschnitt erfüllt es Gott mit Zorn, Menschen zu sehen, die sich – getrieben von ihren egoistischen Wünschen – gegen ihn auflehnen und in die Sackgasse rennen.
Vielleicht sagst du dir: "An einen zornigen Gott kann ich nicht glauben." Das wäre nachvollziehbar. Doch (etwas hart gesagt) dein Befinden ändert nichts daran, ob es wahr ist oder nicht. Wenn es regnet, dann regnet es, selbst wenn du mit Sonne gerechnet hast.