STAYONFIRE

Impuls

Authentizität macht sich bezahlt

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Soziales Leben

2. Samuel

Kapitel 15, Vers 13–​22

Davids Flucht aus Jerusalem

13Ein Bote kam zu David nach Jerusalem und meldete: »Absalom hat eine Verschwörung angezettelt! Die meisten Israeliten sind auf seiner Seite.« 14»Dann gibt es für uns nur eines: fliehen, damit wir ihm nicht in die Hände fallen«, sagte David zu seinen Anhängern. »Wir müssen sofort aufbrechen, beeilt euch! Sonst überwältigt er uns hier in der Stadt, und dann sind wir und alle Einwohner verloren. Denn bestimmt würde er ein großes Blutbad anrichten.« 15Davids Leute antworteten: »Wir stehen zu unserem König. Tu, was du für richtig hältst!« 16David floh mit seiner Familie und allen Anhängern aus der Stadt. Nur zehn seiner Nebenfrauen ließ er zurück, damit der Palast nicht unbeaufsichtigt blieb. 17Er ging mit seinem Gefolge bis zum letzten Haus am Stadtrand und machte dort Halt. 18Dann ließ er alle, die mitgekommen waren, an sich vorüberziehen: zuerst die königliche Leibwache, dann die 600 Mann, die ihm aus Gat gefolgt waren, und schließlich alle anderen, die zu ihm hielten. 19Als Ittai, ein Philister aus Gat, an David vorüberging, sprach der König ihn an: »Warum möchtest du mit uns ziehen? Es ist besser für dich, wenn du umkehrst und dich dem neuen König anschließt. Du bist als Einwanderer nach Israel gekommen, weil du deine Heimat verlassen musstest. 20Erst vor kurzem hast du dich hier angesiedelt, und jetzt solltest du schon wieder vertrieben werden? Nein, ich kann nicht verlangen, dass du bei mir bleibst. Wer weiß, wohin ich noch fliehen muss. Darum kehr um und geh mit deinen Landsleuten zurück in die Stadt. Der Herr möge dir Gutes tun und dir seine Liebe erweisen.« 21Doch Ittai entgegnete: »So wahr der HERR lebt und so wahr du lebst: Ich werde dich, meinen König, niemals im Stich lassen, und wenn es mich das Leben kostet! Das schwöre ich dir!« 22Da gab David nach und sagte: »Gut, dann komm mit uns!« Und so zog Ittai mit seinen Begleitern und ihren Familien an David vorbei.

© Biblica, Inc.

Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.

“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.

Weitere Infos →

Was am Ende von Kapitel 14 wie eine wunderbare Versöhnung aussah, entpuppte sich als üble Täuschung. Als König David erfuhr, dass sein Sohn Absalom plante, ihn vom Thron zu stürzen, reagierte er sofort. Sein Plan war nicht die Konfrontation, sondern die Flucht. Zu groß wäre das Unheil gewesen, das ein solcher Konflikt mit sich gebracht hätte (vgl. V. 14).

David handelte klug und überlegt. Dennoch fühlte er sich verraten, ausgenutzt und betrogen.

Die Menschen, die mit David auf der Flucht waren, standen mit voller Überzeugung an Davids Seite. Wieder einmal eine Bestätigung dafür, dass Menschen nicht Positionen vertrauen, sondern glaubwürdigen Menschen. David war ein solcher Mensch, trotz der Fehler, die er gemacht hatte.

Er war nicht allein in dieser brenzligen Situation. Selbst der Philister Ittai, ein alter Bekannter, bezeugte ihm seine Treue:

»Ich werde dich, meinen König, niemals im Stich lassen, und wenn es mich das Leben kostet! Das schwöre ich dir!« [21]

Und genau das nehme ich auch für mich aus dieser Passage mit. Glaubwürdigkeit und Authentizität sind wie Samenkörner, die eines Tages Frucht hervorbringen. David durfte nun von dieser Frucht zehren.

So kannst auch du sicher sein, dass deine Glaubwürdigkeit und Authentizität sich bezahlt machen werden. Selbst wenn es manchmal schwer erscheint, zur Wahrheit zu stehen, am Ende des Tages wird sie immer siegen.